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MBSR, MBCT und ihre Wirksamkeit gegen Angst und Depression

Die achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MBSR) und achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie (MBCT) reduzieren effektiv und dauerhaft Angst und Depression.

Was ist der Unterschied zwischen MBCT und MBSR?

Die achtsamkeitsbasierte Stressreduktion, MBSR (englisch: Mindfulness-Based Stress Reduction) ist ein Trainingsprogramm zur Bewältigung von Stress in all seinen Formen. Es wurde von Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn an der Universität von Massachusetts entwickelt und seine Wirksamkeit ist durch zahlreiche Forschungsergebnisse belegt worden. Inspiriert von den Erfolgen von MBSR, haben die drei kognitiven Therapeuten, anerkannte Depressionsforscher und Universitätsprofessoren, Sindel Segal, Mark Williams & John Teasdale, die achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie, MBCT (englisch: Mindfulness-Based Cognitive Therapy), entwickelt. MBCT ist MBSR sehr ähnlich; die allgemeine Struktur und die Achtsamkeitsübungen sind in den zwei Programmen fast identisch. Der wesentlichste Unterschied ist, dass MBCT ausschließlich als Psychotherapie und nur von PsychotherapeutInnen angewendet wird, während MBSR eine allgemeine Anwendung bei allen Formen körperlichen und psychischen Leidens findet und die MBSR-LehrerInnen müssen (anders als die MBCT-LehrerInnen) gar nicht PsychotherapeutInnen sein. Ein MBCT-Programm schließt auch klassische Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie, die sich in der psychotherapeutischen Behandlung bestimmter Störungen bewährt haben.

Zur Zeit ist die achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie zur Vorbeugung von Rückfällen bei rezidivierender Depression (nach Segal, Williams & Teasdale) die MBCT-Form, die am besten entwickelt und erforscht ist. Ihre Wirksamkeit ist durch mehrere klinische Studien belegt worden: bei Menschen mit mehr als zwei Episoden von Major Depression in der Vorgeschichte wird das Risiko einer neuen Episode durch die Teilnahme an einem MBCT-Kurs um 40% bis 50% reduziert (Piet & Hougaard 2011). Es gibt allerdings auch zahlreiche Forschungsergebnisse, die zeigen, dass MBSR und MBCT auch akute Symptome von Angst und Depression sehr wirksam reduzieren.

Die Allgegenwärtigkeit von Angst & Depression

Angst und Depression sind unter den häufigsten Symptomen psychischen Leidens sowohl bei Menschen, die unter körperlichen oder psychischen Störungen leiden, als auch bei solchen, die sich in Lebenskrisen befinden, oder einfach auf belastende Lebensumstände mit großen Sorgen oder mit Verzweiflung reagieren. Die Begriffe „Angst“ und „Depression“ verwendet man auch als Bezeichnungen für ganz konkrete psychische Störungen, die von diesen Symptomen geprägt und definiert werden, wie z.B. „Flugangst“ oder „Major Depression“.

Die Wirksamkeit von MBCT & MBSR gegen Angst & Depression

Die klinische Forschung hat gezeigt, dass MBCT & MBSR die Symptome von Angst und Depressionbei vielen verschiedenen körperlichen und psychischen Störungen effektiv und dauerhaft reduzieren. So hat z.B. der anerkannte klinische Forscher Stefan G. Hofmann zusammen mit seinen KollegInnen von Boston University im 2010 eine sehr umfangreiche Metaanalyse veröffentlicht, in der die Auswertung von ca. 40 methodologisch korrekten Studien mit ca. 1440 TeilnehmerInnen mittlere bis starke Wirksamkeit von achtsamkeitsbasierten Therapien (MBCT, MBSR oder ähnlich) bei der Reduktion von Angst und Depression ergeben hat. Laut dieser Forschungsergebnisse hat die achtsamkeitsbasierte Therapie ihre größten Erfolge gerade bei Menschen mit Angststörungen und klinischen Depressionen:

Hofmann SG, Sawyer AT, Witt AA & Oh D (2010). The effect of mindfulness-based therapy on anxiety and depression: A meta-analytic review. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 78:169-183.

Interessant ist zu erwähnen, dass Dr. Hofmann und seine KollegInnen im Diskussionsteil ihres Artikels ganz ehrlich zugeben, dass sie von diesem Ergebnis sehr überrascht waren, weil sie zu den großen Skeptikern zählten, die glaubten, dass die achtsamkeitsbasierten Ansätze nur eine Modeerscheinung ohne Substanz und wissenschaftlicher Basis darstellen. Sie hatten sogar schon theoretische Artikeln mit ihrer Meinung veröffentlicht und haben dann die Riesenarbeit an der Metaanalyse unternommen mit der Absicht auch empirisch zu prüfen, dass sie Recht hatten. Umso größer war ihre Überraschung als die Ergebnisse genau das Gegenteil zeigten: achtsamkeitsbasierte Therapie mit einem großen Anteil an Meditationstraining – MBCT, MBSR oder ähnlich – ist sehr wirksam gegen Angst und Depression.

Stand: 06.02.2013, 16:02 | KlickZähler: 18778 | Impressum | Webmaster | © Copyright | © Copyright: Dr. Vladimir Bostanov
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