.
void
AbTB.de - Achtsamkeitsbasierte Therapie und Beratung
Startseite
Verzeichnis
weiter >
− Schriftgröße +
Therapieangebot
Kontakt
www.AbTB.de > Startseite: Gruppentherapie - MBCT: MBCT - Inhalte

MBCT - Inhalte

Bei der Praxis der Achtsamkeit geht es um ganz einfache Übungen, die allerdings nicht unbedingt leicht sind. Es ist unsere tief verwurzelte Gewohnheit unsere Wahrnehmung zu interpretieren, zu bewerten und zu manipulieren. In vielen Bereichen unseres Lebens ist das auch hilfreich; bei emotionalen Problemen ist es aber meistens kontraproduktiv oder sogar unheilsam. Durch die Praxis der Achtsamkeit lernen wir auf unsere gewöhnlichen Reaktionen zu verzichten und stattdessen unsere Aufmerksamkeit auf unsere direkte Erfahrung in jedem Augenblick zu fokussieren. Die Einsicht, die dabei ganz spontan entsteht, kann sehr heilend und befreiend sein.

Die wichtigsten MBCT-Inhalte sind: Achtsamkeitsmeditationsübungen, Übungen aus der kognitiven Verhaltenstherapie, Austausch über die Übungen, Hausaufgaben.

Angeleitete Achtsamkeitsmeditationen

Die Achtsamkeitsmeditation ist die zentrale Komponente der achtsamkeitsbasierten kognitiven Therapie (MBCT). Durch genaue Anweisungen lernt man die eigene Aufmerksamkeit zu fokussieren und zu lenken, um dann später diese gesammelte Konzentrationskraft in die achtsame Betrachtung aller körperlichen und mentalen Phänomene zu investieren. Die Anleitungen werden in der Gruppensitzung von dem/r Kursleiter/in gesprochen und bei der selbständigen Praxis zu Hause von Audio-CDs oder MP3 gespielt. Achtsamkeitsmeditation wird im Liegen (wie z.B. beim sogenannten „Body Scan“), im Sitzen, beim Gehen und auch während Yoga oder anderer meditativen Körperübungen praktiziert. Objekte der Meditation sind: der eigene Atem, Körperempfindungen, Gedanken und Emotionen, sowie die subtilere Reaktionen von Zuneigung und Abneigung, Verlangen und Vermeiden. Am Anfang wird vor allem die Sammlung und die Konzentration der Aufmerksamkeit auf ein Objekt (z.B. den Atem) geübt; später wird immer mehr die Achtsamkeit als offene, nicht wertende, alles akzeptierende Haltung zur eigenen Erfahrung im gegenwärtigen Augenblick entwickelt. Die Übungen dauern normalerweise 35 bis 45 Minuten und die Anweisungen sind im Grunde ganz einfach. Das heißt aber nicht, dass die Übungen leicht sind. Man lernt gegen die Kraft der eigenen mentalen Gewohnheiten zu gehen und das kann besonders am Anfang ziemlich stressig und frustrierend sein.

Andere Achtsamkeitsübungen

Das große Ziel ist natürlich die in der Meditation erlernten Fähigkeiten auch in dem Alltag anwenden zu können, insbesondere in stressigen, belastenden und problematischen Situationen. Deswegen gibt es eine Reihe von Übungen, die diese Anwendung fördern. Das sind in der Regel ganz kurze Übungen, oder solche die keine extra Zeit brauchen, sondern während normalen alltäglichen Tätigkeiten durchgeführt werden, wie z.B. 3-Minuten lange Minimeditationen oder achtsames Kochen, Essen, Zähneputzen, Geschirrspülen, Spazierengehen, usw. Viele TeilnehmerInnen erfinden auch ihre eigene Übungen, um Achtsamkeit im Alltag zu praktizieren.

Austausch über die Erfahrung mit den Übungen

Der Austausch mit dem/r Kursleiter/in sowie mit den anderen TeilnehmerInnen ist essenziell für die achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie (MBCT) und ist ein sehr wichtiger Bestandteil jeder Sitzung. Darin besteht auch der Unterschied zwischen der Teilnahme an einem Kurs und der selbstständigen Arbeit mithilfe eines Buches über MBCT. Durch den Austausch lernen die TeilnehmerInnen sowohl von der Erfahrung des/r Kursleiters/in las auch von den Erfahrungen der anderen TeilnehmerInnen. Das wirkt auch sehr motivierend, unterstützend und inspirierend.

Psychoedukation

Das hört sich vielleicht sehr ernst und akademisch an, bedeutet aber in der Tat nichts anderes als die Bemühungen des Kursleiter die Erfahrungen der TeilnehmerInnen (und oft auch seine eigene Erfahrungen) zusammenzufassen und in einem Modell zu organisieren, das den TeilnehmerInnen hilft, auch rational zu verstehen, wie ihr Leiden entsteht und wie auch Angst und Depression durch ihre eigene Reaktionen verursacht und aufrechterhalten werden.

Kognitive und andere Übungen

Dazu gehören vor allem die Techniken der kognitiven Therapie, die als Ziel haben unheilsame, negativ verzerrte Gedanken oder Grundüberzeugungen zu identifizieren und auf ihren Realitätswert zu überprüfen. Andere Beispiele sind die verschiedenen Techniken der Gestalttherapie, die darauf zielen die Aufmerksamkeit immer wieder auf das Hier & Jetzt und auf das gegenwärtige körperlich-emotionale Erleben zu richten.

Verhaltenstraining

Besonders bei Ängsten kann es oft sehr wichtig oder sogar unentbehrlich sein, sich ganz gezielt darin zu üben, auf gewohntes unheilsames Verhalten zu verzichten und neues, heilsames Verhalten zu erlernen. Solches Training wird oft auch als Hausaufgabe durchgeführt.

Hausaufgaben

Dieselben Übungen, die zum ersten Mal in der Gruppensitzung eingeführt wurden, werden dann von den TeilnehmerInnen selbstständig, zu Hause, anhand von Audio-CDs oder MP3 praktiziert. Wer sich zu einem MBCT-Kurs anmeldet, verpflichtet sich (vor sich selbst) 8 Wochen lang, 6 Tage pro Woche, 45 Minuten pro Tag, selbständig zu Hause zu üben.

Stand: 09.05.2015, 17:36 | KlickZähler: 15778 | Impressum | Webmaster | © Copyright | © Copyright: Dr. Vladimir Bostanov
Gruppentherapie - MBCT
MBCT - Inhalte
Dekoration
Dekoration