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Therapie der Depression

Depression und Grübeln

Depression hat viele Gesichter, aber keines von ihnen ist angenehm. Manche sind bedrückend oder hässlich, andere sind regelrecht erschreckend. Was vielleicht allen gemeinsam ist, ist ihre merkwürdige Fähigkeit unsere ganze Wahrnehmung, unser ganzes Erleben so zu verändern, dass das Leben weniger lebendig, weniger lebenswert, oder gar wertlos erscheint... Man kann alleine durch Gedanken an die Depression depressiv werden. Und das passiert tatsächlich so – in der Hoffnung einen Ausweg zu finden, grübelt man verzweifelt über die eigene Stimmung und die eigene Situation nach, mit dem Ergebnis, dass man gerade durch diesen gut gemeinten Rettungsversuch noch tiefer in die Depression sinkt.

Depression kann verschiedene Ursachen haben, sie wird aber sicher durch negatives Grübeln aufrechterhalten und verstärkt - Achtsamkeit befreit vom Grübeln.

Der Weg heraus

Die Praxis der Achtsamkeit und die achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie der Depression (MBCT) bieten eine Alternative zum Grübeln, die viel heilsamer ist und einen realen Weg zur Erlösung aus der Depression zeigt. Über die Depression zu meditieren ist ganz anders als über die Depression nachzugrübeln. Achtsamkeitsmeditation bedeutet bewusste Konzentration der Aufmerksamkeit auf das Hier & Jetzt und radikale Akzeptanz von dem was ist, einschließlich der Depression selbst mit all ihren widerlichen Gesichtern. Diese Klarheit verschafft Freiheit, selbst wenn die Depression nicht unbedingt gleich magisch verschwindet. Die entscheidende Veränderung liegt in der Beziehung zu den eigenen Emotionen und Gedanken – man wird nicht mehr von ihnen beherrscht. Auch wenn die Stimmung nach wie vor ziemlich bedrückt bleibt und die Lebensenergie immer noch fehlt, etwas hat sich dennoch radikal geändert: „Es scheint nicht mehr so schlimm zu sein, dass ich jetzt gerade depressiv bin!“ Diese Erkenntnis ist dermaßen befreiend, dass sie oft eine unmittelbare Entlastung herbeiführt. Längerfristig werden durch die befreiende Erkenntnis diejenigen Heilungsprozesse ausgelöst und gefördert, die die Depression abklingen und verschwinden lassen.

Vorbeugung

Der größte Erfolg der achtsamkeitsbasierten kognitiven Therapie der Depression (MBCT) liegt aber in der Rückfallprophylaxe bei rezidivierender Depressionen. Darin besteht auch der entscheidende Vorteil der Psychotherapie gegenüber der medikamentösen Behandlung: Psychopharmaka wie Antidepressiva sind meistens sehr wirksam gegen eine akute depressive Episode (obwohl sie oft unangenehme Nebenwirkungen zeigen); sobald man sie aber absetzt, ist man genauso gefährdet einen Rückfall zu erleiden, wie vor der Behandlung. Ganz anders bei der Psychotherapie: die klinische Forschung hat mittlerweile mehrmals bestätigt, dass bei Menschen mit mehr als zwei Episoden von Major Depression in der Vorgeschichte das Risiko einer neuen Episode durch die Teilnahme an einem MBCT-Kurs um 40% bis 50% reduziert wird:

Piet J & Hougaard E (2011). The effect of mindfulness-based cognitive therapy for prevention of relapse in recurrent major depressive disorder: a systematic review and meta-analysis. Clinical Psychology Review, 31:1032-1040.

Das liegt daran, dass man durch die Praxis der Achtsamkeit neue Fertigkeiten erlernt, heilsamere mentale Gewohnheiten entwickelt und die eigene Einstellung zur Depression und überhaupt zum Leben verändert.

MBCT, die achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie der Depression, reduziert das Rückfallrisiko um ca. 50% und wirkt auch gegen akute Symptome der Depression. Mehr über MBCT erfahren...

Stand: 06.02.2013, 16:02 | KlickZähler: 3651 | Impressum | Webmaster | © Copyright | © Copyright: Dr. Vladimir Bostanov
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